ARCHIV

Nachmittag der offenen Tür - Praxiseröffnung

Urkraft-Praxiseröffnung am 8.11.2019 in Vorau/Hartberg-Fürstenfeld. Ich bin Teil einer Praxisgemeinschaft und biete dort seit September 2019 in den schönen neu renovierten Räumlichkeiten eines ehemaligen Gasthofes meine Leistungen rund um Konfliktlösung und Konfliktprävention an.

JA zum Konflikt
NEIN zur Lösung
Wie das geht?

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Start meiner monatlichen Kurz-Inforeihe "Schon gewusst?"

2019: Start meiner monatlichen Reihe "Schon gewusst?" - Kurz-Inforeihe rund um Themen zur Konfliktregelung.

Jänner 2019: GEWOHNHEITEN: Gewohnheiten sind ein Nährboden für Konflikte. Will man selbst etwas dazu beitragen, einem möglichen Konflikt den Nährboden zu entziehen, dann ist es gut zu wissen, wie Gewohnheiten funktionieren. Stimmen die Gewohnheiten mit den eigenen Zielen überein, ist alles bestens, wenn nicht, dann werden diese Gewohnheiten zu Energieräubern. Mögliche Schritte für eine Gewohnheitsveränderung: 1)Routine erkennen 2)Belohnung für die gewünschte Veränderung wählen 3)den Auslöser des Verhaltens erforschen 4)Rückfälle bewusst einplanen 5)Plan aufstellen, wie die Veränderung umgesetzt wird (schriftich!).

Februar 2019: DRÜBER STEHEN: Kleine und große Kränkungen passieren immer wieder durch andere Menschen. Gewollt oder ungewollt. Um Kränkungen besser zu ertragen hilft ein dickeres Fell und das kann sich jeder aufbauen. Zum Beispiel durch 1) Abstand gewinnen (Raum verlassen, Adlerperspektive einnehmen, ...), 2) die eigenen Bewertungen und Interpretationen prüfen 3) eigene Erwartungen senken, indem man an seine Wünsche nicht den Anspruch koppelt, sie müssten genaus so erfüllt werden 4) Gelassenheit trainieren durch wahrnehmen-annehmen-erkennen-nicht verallgemeinern. Üben zahlt sich aus!

März 2019: BEDÜRFNISSE DER GENERATIONEN:Im Fachmagazin "Die MEDIATION" gab es eine interessante Übersicht über die Lebenseinstellung und Bedürfnisse verschiedener Generationen:
  • Traditionalisten (bis 1950): Respekt vor Regeln und Authoritäten, Konformität, Gehorsam
  • Babyboomer (1951-1965): Durchsetzungsvermögen, Teamgeist, Idealismus, Protest
  • Generation X (1966-1980): Unabhängigkeit, Individualismus, Freiheitsdrang, Sinnsuche
  • Generation Y (1981-1995): Streben nach Selbstverwirklichung, Freiheitsliebe, Leben im Hier und Jetzt
  • Generation Z (1996-2010): Selbstverwirklichung im privaten und sozialen Umfeld, Authentizität, Ehrlichkeit
  • In meinem Fall - ich falle in die Generation X - stimmt es eindeutig überein. Vielleicht mag die Übersicht helfen, zu verstehen, warum andere agieren wie sie agieren.

    April 2019: KONFLIKTKOSTEN:Zeit ist ja bekanntlich Geld und Konflikte verschwenden Zeit. Das ist messbar (siehe Konfliktkostenanalysen von KPMG, SHRM, CPP, Runde/Flanagan). Wussten Sie, dass
  • 10-15% der Arbeitszeit in Unternehmen aufgrund von Konflikten verloren gehen?
  • 85% der Beschäftigten angeben, Konflikte innerhalb ihres Unternehmens zu erleben?
  • der Verlust eines Mitarbeiters und die Neubesetzung bis zu 150% des Jahresgehaltes des Betroffenen ausmachen?
  • Führungskräfte zwischen 20% und 40% ihrer Arbeitszeit für Konfliktbewältigung verwenden?
  • die Leistungsreduktion durch destruktive Konflikte zwischen 25% und 50% liegt?
  • Interessant ist, dass dennoch in sehr vielen Unternehmen kaum nachhaltig in Konfliktlösung investiert wird. Vielleicht ist hier das unternehmensinterne Controlling gefragt, um diese Kosten als Fixposten mitzukalkulieren und sichtbar zu machen.

    Mai 2019: Welche Gefühle wir während einer Veränderung durchlaufen (könnten):
  • ANGST "Schaffe ich das?"
  • VORFREUDE "Wenigstens ändert sich was!"
  • FURCHT "Was bedeutet das für mich?"
  • BEDROHUNG "Es ist schlimmer als ich dachte"
  • ERNÜCHTERUNG "Nicht mit mir!"
  • SCHULD "Was habe ich getan?"
  • LEERE "Wer bin ich?"
  • AKZEPTANZ "Ich nehm`das jetzt so wie es ist"
  • ZUVERSICHT "Das könnte funktionieren"
  • SELBSTZUFRIEDENHEIT "Ich habe es geschafft"

  • Juni 2019: Unterschied heiße und kalte Konflikte
    ⇒ "heiß": offen ausgetragen, erkennbare Konfrontation, Übereifer, geht um Bekehren und Überzeugen des Gegenübers um jeden Preis, Überlegenheitsgefühl, hohe Emotionalität, Ignorieren von Regeln und Vereinbarungen
    ⇒ "kalt": sich aus dem Weg gehen, subtiles Vorgehen, Verzögerungstaktik, Blockade, Informationsfluss stockt, keine direkte Konfrontation, unterdrückte Emotionalität, Verschanzen hinter scheinbar sachlichen Positionen, Sarkasmus, Zynismus, Desillusion, oftmals die Konsequenz von früheren ungelösten heißen Konflikten.

    Juli 2019: Die drei Ich-Zustände Basierend auf Eric Berne`s Buch "Spiele der Erwachsenen" und der daraus bekannten Transaktionsanalyse ergeben sich die bekannten drei Ich-Zustände: Eltern-Ich / Kind-Ich / Erwachsenen-Ich. Jede unserer Handlungen entspringt nach Berne einer dieser 3 Zustände. Darum werden diese Ich-Zustände auch als Modell für Kommunikationsstörungen und Konflikte herangezogen, um die Motivation eines Menschen besser beurteilen zu können. Was bedeuten diese ganz verkürzt zusammengefasst?
    ⇒ Eltern-Ich: korrigieren, bevormunden, bemuttern
    ⇒ Kind-Ich: trotzig, unsicher, emotional, verspielt, phantasievoll
    ⇒ Erwachsenen-Ich: sachlich, wohl-überlegt, rational, respektvoll

    August 2019: Offline Ein Bild mit einem Wanderer hoch auf einem Berg titelt: "Get offline, you get a better connection". Das ist zwar nicht im Sinne des rund-um-die Uhr überall bis in den letzten Winkel Digitalisierungshypes, doch unentbehrlich für seine eigene Verbindung. In diesem Sinne wünsche ich eine schöne online-Auszeit.

    September 2019: Konzentration als Zeichen der Selbstbestimmung Im Zeitalter der Informations- und Reizüberflutung, gewinnt die Fähigkeit, sich fokussieren zu können, eine immer wesentlichere Bedeutung, nicht nur für sich selbst, sondern auch im Gespräch mit Mitmenschen. Die Frage: kann (oder eher) will ich mich nur auf das Gespräch mit meinem Gegenüber konzentrieren oder muss ich dazwischen aufs Handy schauen (das Gespräch also doch nicht wichtig genug)? Die Fähigkeit, sich zu fokussieren ist schließlich konflikt-präventiv und bedeutet Kostenreduktion.
    Hier zur Erinnerung die Übersicht der vier Felder der klassischen Zeitmanagement-Technik.
    ⇒ wichtig und dringend
    ⇒ wichtig, aber nicht dringend
    ⇒ dringend, aber nicht wichtig
    ⇒ nicht dringend und nicht wichtig
    Dabei beginnen viele mit dem Letzterem "nicht dringend und nicht wichtig", da dies rascher und leichter von der Hand geht, dadurch motiviert für die nächste Aufgabe.

    Oktober 2019: Die Paradoxe Intervention Die paradoxe Intervention ist eine Methode aus der systemischen Therapie, die das Gegenteil von dem verordnet, was erreicht werden soll. Im Sinne: Machen sie weiter! Eingesetzt u.a. auch in der Mediation. Beispiele: "Was muss passieren, damit Ihr Verhältnis zueinander noch schlechter wird?", "Wie schaffen Sie es, dass Ihre MitarbeiterInnen nicht gerne zur Arbeit kommen?"

    November 2019: Gesicht lesen Jeder von uns tut es täglich, bewusst oder unbewusst. Wir lesen aus dem Gesicht unseres Gegenübers. "Das sieht man dir an". "Augen als Spiegel der Seele". "Man kann es dir von den Lippen ablesen". Gesichtlesen wird als unbestechlich angesehen. Was lässt sich rauslesen? Persönlichkeit, Gefühlszustand, Charakter, eigene einzigartige Geschichte. Im Gesicht anderer lesen zu können, kann zu mehr Verständnis untereinander beitragen und Basis für eine erfolgreichere Kommunikation sein.

    Dezember 2019: Erinnerung Meine letzte Ausgabe der Reihe "Schon gewusst" ist schlicht nur eine Erinnerung. Eine Erinnerung, die ich selbst vor kurzem anlässlich einer 70-Jahr-Feier auf der Rückseite der Menükarte entdeckt habe. Darauf stand:
    "Lebensfroh...Verschenke jeden Tag dein Lächeln, öffne die Augen, für das Wunder des Lebens, atme, tanze, liebe, schmecke, fühle und sage am Abend. Ich habe gelebt." (Jochen Mariss)

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